Gleich mit ihrem ersten abendfüllenden Spielfilm gelingt Maria Martínez ein kleiner Coup: Ihre nihilistische Sci-Fi Dystopie (oder Utopie?)„The End of It“ feierte am Donnerstag im Debussy-Theater beim Cannes-Filmfestival Premiere.
In einer nahen Zukunft, in der Altern gehemmt werden kann und der Tod optional geworden ist, spielt Claire (Rebecca Hall, leider weder für diese Premiere noch für “The Man I Love” den Abend zuvor anwesend), eine ehemalige provokative Künstlerin kurz vor ihrem 250. Geburtstag, mit einer radikalen Idee: Sie möchte sterben. Ihr Umfeld – ihr Ehemann (Gael García Bernal), ihre Tochter (Noomi Rapace) sowie ihre KI-Assistentin (Beanie Feldstein) – reagiert darauf eher irritiert…
Der Film funktioniert über weite Strecken wie eine pointierte, 102-minütige “Black-Mirror”-Episode – getragen von einer großartigen Rebecca Hall. Besonders stark ist der Film dort, wo er seine Grundidee durchzieht und die Absurdität dieser Welt offenlegt.
Gerade deshalb wirkt das Ende so kompromisslos und konsequent, wie es der Film in seiner Gesamtheit noch öfter hätte sein dürfen.

