Das Line-up der 79. Ausgabe des Cannes Film Festival 2026 ist da – und es zeichnet sich eine klare Richtung ab: weniger Hollywood, dafür umso mehr spannendes internationales Autorenkino. Große Studios halten sich dieses Jahr auffällig zurück, während das Festival einmal mehr seine Rolle als globale Bühne für anspruchsvolles Kino unterstreicht.
Im Wettbewerb finden sich diverse etablierte Namen und Stars: Pedro Almodóvar kehrt mit “Bitter Christmas” zurück, Na Hong-jin präsentiert “Hope” mit Alicia Vikander und Michael Fassbender und auch Paweł Pawlikowski zählt mit seinem neuen Film “Fatherland” zu den heiß gehandelten Palme-Kandidat:innen.
Auffällig: Die USA spielen diesmal nur eine Nebenrolle. Mit Ira Sachs’ “The Man I Love” schafft es lediglich ein US-Film in den Wettbewerb an der Croisette.
Sandra Hüller zurück im Rennen
Aus deutscher Perspektive darf man sich vor allem für und über Sandra Hüller freuen: Sie spielt eine zentrale Rolle in “Fatherland” – und kehrt damit nach ihrem Ausnahmejahr endgültig als Cannes-Stammgast zurück.
Auch hinter der Kamera ist Deutschland präsent:
- Valeska Grisebach konkurriert mit “Das geträumte Abenteuer” im Wettbewerb
- Volker Schlöndorff zeigt “Heimsuchung” in der Reihe Cannes Première
- Katharina Rivilis ist mit “I’ll Be Gone in June” in Un Certain Regard vertreten
Dazu kommen zahlreiche internationale Koproduktionen mit deutscher Beteiligung – etwa bei “Fatherland”, “Minotaur” oder “All of a Sudden”.
Große Namen, neue Stimmen
Neben den etablierten Regie-Größen setzt Cannes auch 2026 auf neue Perspektiven:
- Léa Mysius und Jeanne Herry feiern ihre Wettbewerbspremiere
- In Un Certain Regard läuft u.a. Jordan Firstman’s “Club Kid” mit Cara Delevingne
Abseits des Wettbewerbs sorgen bekannte Namen für Glamour: “Drive”-Regisseur Nicolas Winding Refn präsentiert “Her Private Hell” mit Shooting-Stars Sophie Thatcher und Havana Rose Liu, Andy Garcia zeigt “Diamond” mit Bill Murray, Dustin Hoffman und Brendan Fraser, während Ron Howard und Steven Soderbergh mit Dokumentarfilmen vertreten sind.
Alle angekündigten Filme (Auswahl & Offizielle Selection)
Wettbewerb (Competition)
- All of a Sudden – Ryusuke Hamaguchi
- Another Day – Jeanne Herry
- The Beloved – Rodrigo Sorogoyen
- The Birthday Party – Léa Mysius
- Bitter Christmas – Pedro Almodóvar
- The Black Ball – Javier Ambrossi & Javier Calvo
- Coward – Lukas Dhont
- Das geträumte Abenteuer – Valeska Grisebach
- Fatherland – Paweł Pawlikowski
- Fjord – Cristian Mungiu
- Gentle Monster – Marie Kreutzer
- Hope – Na Hong-jin
- The Man I Love – Ira Sachs
- Minotaur – Andrey Zvyagintsev
- Moulin – László Nemes
- Nagi Diary – Koji Fukada
- Notre Salut – Emmanuel Marre
- Parallel Tales – Asghar Farhadi
- Sheep in the Box – Hirokazu Kore-eda
- The Unknown – Arthur Harari
- A Woman’s Life – Charline Bourgeois-Tacquet
Un Certain Regard (Auswahl)
- Club Kid – Jordan Firstman
- Elephants in the Fog – Abinash Bikram Shah
- I’ll Be Gone in June – Katharina Rivilis
- Everytime – Sandra Wollner
- Teenage Sex and Death at Camp Miasma – Jane Schoenbrun
Cannes Première / Special Screenings (Auswahl)
- Heimsuchung – Volker Schlöndorff
- Propeller One-Way Night Coach – John Travolta
- Her Private Hell – Nicolas Winding Refn
- Avedon – Ron Howard

