Furore Lieblingsfilme 2025
Collage: Furore

Unsere fünf Lieblingsfilme 2025

Von Body Horror bis schwarze Komödie: Das sind unsere fünf Favoriten des Filmjahres 2025.

1. Companion

Schon im Januar stand mit Drew Hancocks Regiedebüt das erste Filmhighlight des Jahres an: Der smarte, witzige und vor allem spannende Science-Fiction-Horror-Thriller “Companion” leiß dank seiner zahlreichen Twists und einer überzeugenden Hauptdarstellerin andere Genrefilme wie “Weapons” weit hinter sich. Sophie Thatcher, die es mit “Heretic” bereits in unsere Top 5 der besten Filme 2024 geschafft hat, beweist hier endgültig Final Girl-Star-Qualitäten.

Die Handlung lässt sich kaum spoilerfrei zusammenfassen, daher nur so viel: Die Liebe kommt in diesem Film für Iris und Josh genauso überraschend wie ihr Ende: „Das waren die zwei bedeutendsten Tage in meinem Leben“, sagt Iris gleich zu Beginn aus dem Off, „der Tag, an dem ich Josh traf, und der Tag, an dem ich ihn umbrachte.“ 

Dass diese feministische Rachefantasie nicht gänzlich unvorhersehbar ist – geschenkt! Denn allein die Szene, in der Iris in der Originalfassung plötzlich Deutsch spricht, macht “Companion” absolut sehenswert.

Aktuell kann man den Film mit einem WOW Abo streamen.

2. Together

Der Award für den originellsten Horrorfilm des Jahres geht allerdings an ein anderes Regiedebüt: Michael Shanks’ “Together”. Der Film feierte Ende Januar 2025 beim Sundance Film Festival Premiere und zeigt die Real-Life-Eheleute Alison Brie und Dave Franco als Paar Millie und Tim, die nach einem Umzug aufs Land bei einer Wanderung in einer Höhle auf mysteriöses Wasser stoßen – mit drastischen Konsequenzen.

Was folgt, ist ein Body-Horror-Film, der Co-Abhängigkeit als bildgewaltige Metapher buchstäblich unter die Haut gehen lässt. Die Illusion der untrennbaren körperlichen Verbindung wird hier wörtlich genommen und grotesk zugespitzt. “Together” ist nicht nur spannend, unterhaltsam und clever, sondern liefert obendrein eines der besten Filmenden des Jahres.

Aktuell kann man den Film u. a. auf Amazon Prime kaufen oder leihen. 

3. Die My Love

Ein ähnliches Ausgangssetting wie “Together” hat auch “Die My Love”: Grace und ihr Partner Jackson ziehen von New York in ein abgelegenes Haus im ländlichen Montana – und ab diesem Moment nimmt das Unheil seinen Lauf. Grace wird schwanger, das Paar bekommt sein erstes Kind, und Grace rutscht in eine postnatale Depression, die sich zunehmend zu einer existenziellen Identitätskrise auswächst.

Kaum ein Film hat dieses Jahr so polarisiert wie “Die My Love” – wir gehören ganz klar zu den großen Fans, denn Jennifer Lawrence brilliert mit einer kompromisslos animalischen Darstellung einer überforderten Mutter, die vor Langeweile, Einsamkeit und sexueller Frustration fast zugrunde geht. Die Figur der Grace entlarvt mit radikaler Ehrlichkeit die Zumutungen traditioneller Mutterbilder und die starren Rollen, in die Frauen dabei gedrängt werden.

Unsere Prognose: Den Oscar für ‘Best Actress in a Leading Role’ können sie für Jennifer Lawrence eigentlich jetzt schon gravieren…

Aktuell kann man den Film im Kino sehen.

4. If I Had Legs I’d Kick You

Eine weitere Mutter im absoluten Ausnahmezustand zeigt “If I Had Legs I’d Kick You” – und mit Rose Byrne vielleicht die einzige ernstzunehmende Konkurrentin für Jennifer Lawrence im Oscar-Rennen um die beste Hauptdarstellerin. Der Film feierte im Februar auf der Berlinale Premiere und gehörte zu den großen Highlights des Festivals. Rose Byrne wurde für ihre Leistung völlig zurecht mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet, eine Golden-Globe-Nominierung folgte im Dezember. 

Byrne spielt eine Mutter am Rande des Nervenzusammenbruchs, heimgesucht von der mysteriösen Krankheit ihrer Tochter, einer verschwundenen Patientin und ihrem einstürzenden Zuhause. Die Close-Ups auf Byrnes Gesicht, kombiniert mit überraschend gelungenen Nebenrollen von Conan O’Brien und A$AP Rocky, machen “If I Had Legs I’d Kick You” zu einem der intensivsten Filme des Jahres.

Ein deutscher Kinostart steht bislang noch aus.

5. Therapie für Wikinger

Ein spätes Kinohighlight bescherte uns schließlich das Jahr 2026 mit der gerade angelaufenen dänischen Komödie “Therapie für Wikinger” von Anders Thomas Jensen. Anders als der schreckliche deutsche Titel vermuten lässt, handelt es sich hierbei nicht um eine schweigereske Feelgood-Komödie, sondern um einen der schwärzesten, makabersten, eigenwilligsten – und vermutlich auch witzigsten – Filme des Jahres.

In der Krimi-Komödie sucht der entlassene Bankräuber Anker (grandios: Nikolaj Lie Kaas) seinen Bruder Manfred, um an die Beute zu kommen, die Manfred versteckt hat. Das Problem: Manfred glaubt, er sei John Lennon, und kann sich an nichts erinnern. Der Film schreckt vor keiner Grausamkeit zurück und enthält ein paar unnötig drastische Gewaltdarstellungen, ist im Kern aber so liebevoll gegenüber seinen schrägen Outsider-Figuren, dass man ihm die Gewaltexzesse gerne verzeiht. Mads Mikkelsen, sonst oft auf Bösewicht oder coolen Helden festgelegt, spielt den suizidalen, an einer dissoziativen Identitätsstörung leidenden Manfred so naiv, verletzlich und zart, dass einem hier sein ganzer Facettenreichtum bewusst wird.

Aktuell kann man den Film im Kino sehen.